Peter Haupt

Die Chemie im Spiegel einer Tageszeitung

 

Die vorliegende Dokumentation ist eine Sammlung von Zeitungsartikeln, die in ihrer Berichterstattung einen besonderen Bezug zu den Naturwissenschaften und zum Umweltgeschehen, insbesondere aber zur Chemie aufweist: Chemie im Kontext!

Die Zusammenstellung ist geordnet nach fachsystematischen und umweltrelevanten Gesichtspunkten, ergänzt durch ein umfangreiches Schlagwortregister.

Die Dokumentation ist u.a. als Arbeitsmaterial (z.B. Kopiervorlagen) für den naturwissenschaftlichen Projektunterricht geeignet, um chemiebezogene Ereignisse der jüngsten Geschichte aus Alltag und Umwelt mit den fachspezifischen Unterrichtsinhalten zu verknüpfen. Hier finden sich hervorragende Beispiele für eine unterrichtliche Umsetzung der Kompetenzbereiche Kommunikation und Bewertung. 

 

Folgende Bände sind erschienen:

 

Band  1   1966 - 1986 (ISBN 3-8142-0208-2)

Band  2   1987 - 1989 (ISBN 3-8142-0342-9)

Band  3   1990 - 1992 (ISBN 3-8142-0458-1)

Band  4   1993 - 1995 (ISBN 3-8142-0555-3)

Band  5   1996 – 1998 (ISBN 3-8142-0679-7)

Band  6   1997 – 2001 (ISBN 3-8142-0845-5)

Band  7    2002 – 2004  (ISBN 3-8142-0976-1)

Band  8   2005 – 2007 (ISBN 978-3-8142-2130-4)

Band  9   2008 - 2010  (ISBN 978-3-8142-2246-2)

Band 10  2011 - 2013  (ISBN 978-3-8142-2314-8)

 

 

Verlag / Vertrieb:

Bibliotheks- und Informationszentrum der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Postfach 2541,  26015  Oldenburg

 

Tel.:0441-798-2261,  Telefax:  0441-798-4040

E-Mail:  bisverlag@uni-oldenburg.de

www.bis-verlag.de

 

Dr. Peter Haupt Universität Oldenburg

Fak. V Chemie Didaktik

peter.haupt@uni-oldenburg.de

 

 

Zur Entstehung und Anlage der Dokumentation

 

Die vorliegende Dokumentation ist eine Sammlung von Zeitungsartikeln, die in ihrer Berichterstattung einen besonderen Bezug zu den Naturwissenschaften und zum Umweltgeschehen, insbesondere aber zur Chemie aufweist: Chemie im Kontext.

Die Dokumentation geht auf die eigene Tätigkeit als Chemielehrer zurück mit dem Ziel, die fachlichen Inhalte des Unterrichts mit den aktuellen Ereignissen der Umwelt zu verknüpfen, sei es zur Motivation, zum Transfer oder zur Interpretation von Texten in der Allgemeinsprache.

 

Im Laufe der Jahre, etwa ab 1966, erwuchs eine umfangreiche Loseblattsammlung. Um den Zugriff zu erleichtern, wurden die Berichte systematisch geordnet. 1987 war der erste Band fertiggestellt. Das große Interesse war Anlass, dieses Werk fortzusetzen, so dass nun mehr Band 9 für die Jahre 2008 – 2010 vorliegt

 

Aus einer kleinen Quellensammlung erwuchs so eine umfangreiche Dokumentation, die einen Zugang zu entsprechenden Ereignissen der letzten Jahrzehnte ermöglicht. Gerade weil man sich an einstmal gelesene Berichte sehr leicht wegen des bekannten Layouts erinnert, stellt diese Art der Dokumentation einen guten Einstieg in das Studium zurückliegender Ereignisse dar. Ein Blättern und Suchen in diesen Zeitungsberichten bildet somit eine Vorstufe für weitere Recherchen mit Hilfe speziellerer Literatur. Für viele Leser bietet diese nach systematisch strukturierten Kriterien aufbereitete Dokumentation einen angenehmeren Zugang als eine Internetsuche.

 

Der Kern dieser Sammlung gründet sich auf Berichte der Nordwest Zeitung NWZ, der Tageszeitung des nordwestdeutschen Raumes - der täglichen Morgenlektüre des Herausgebers. Diese Zeitung wurde regelmäßig ausgewertet; ein Anspruch auf Vollständigkeit kann aber nicht erhoben werden.

Ergänzt wurde die Sammlung durch Artikel anderer Zeitungen bzw. ähnlicher Informationsquellen, sofern sie die Dokumentation sinnvoll bereichern. Dabei kann es sich sowohl um Werbebroschüren als auch um Artikel aus Fachzeitungen handeln. Gelegentlich wurden auch aus verschiedenen Zeitungen Berichte zu ein und demselben Ereignis aufgenommen. Dies bietet interessante Ansätze zur Interpretation im Hinblick auf sprachliche Aspekte, auf Schwerpunktsetzungen und politische Intentionen.

 

Geordnet wurden die Zeitungsartikel zum einen nach Themen, die den Bedürfnissen der Systematik des Chemieunterrichts entsprechen, z.B. Säuren, Laugen, Wasserstoff, Erdgas / Erdöl, Nahrungsmittel, Alkohol, Waschmittel usw. Den besonderen Schwerpunkt bilden aber die aktuellen Themen der Umweltchemie z.B. Klimawandel, Treibhauseffekt, Gentechnik. regenerative Energiequellen, Recycling u.a. Nicht bzw. sehr begrenzt aufgenommen wurden: Drogen, Rauschgift und Sprengstoffattentate. Aus dem Bereich Feuer und Brände wurden nur wenige, aus naturwissenschaftlicher Sicht interessante Artikel, teils spektakulärer Art ausgewählt. Berichte mit überwiegend politischen, sozialen, wirtschaftlichen oder allgemein kulturellen Inhalten wurden nur in dem Rahmen aufgenommen, um interessante Zusammenhänge zu wahren. Manche Artikel wurden gekürzt (gekennzeichnet mit ...). Nicht mehr aktuelle Themen (z.B. Formaldehyd, Dünnsäure) wurden gestrichen, bzw. entsprechend integriert; dafür andere neu aufgenommen ( z.B. Nanotechnik, Atom-Ausstieg, Radar, Brennstoffzellen, Biodiesel, Bioethanol, u.a.). Einige Themenbereiche wurden wegen ihres Umfanges neu gegliedert.

Innerhalb eines jeden Themenbereiches sind die Artikel weitgehend chronologisch sortiert. Aus Layoutgründen konnte dies nicht immer eingehalten werden. Der Leser möge auch verzeihen, wenn einzelne Artikel falsch platziert sind.

Nicht leicht ist die Zuordnung zu einzelnen Themenbereichen, besonders wenn komplexe Sachzusammenhänge angesprochen werden. Dann möge man bitte sinngemäß etwas blättern. Eine gute Hilfe bietet das umfangreiche Stichwortverzeichnis am Ende des Buches.

 

Eine solche Dokumentation kann man heute nicht allein erstellen. Daher möchte ich mich für die Unterstützung dieser Idee und für die Zusendung vieler Beiträge bei zahlreichen Kollegen und Freunden bedanken; insbesondere Herrn Prof. Dr. Heinz Schmidkunz der Uni Dortmund, Herrn Rüdiger Schulz aus Hamburg, Herrn Friedrich Lampe aus Osnabrück, Herrn Prof. Friedhelm Zubke der Uni Göttingen und natürlich bei meiner Frau Helga für die liebevolle Mithilfe und familiäre Unterstützung!

 

 

 

Zielsetzung und Nutzungsmöglichkeiten

 

·      Zunächst bietet diese Sammlung umfangreiches Material zur Verknüpfung fachsystematischer Inhalte des naturwissenschaftlichen Unterrichts mit der Lebenswelt der Schüler. Das ist das ursprüngliche Anliegen bei der Erstellung dieser Dokumentation. Oft kommt man nur schwer oder gar nicht an derartige Berichte heran.

 

·      Das sinnvolle Lesen einer Tageszeitung erfordert in jedem Sachgebiet auch ein Mindestmaß an Sachkenntnissen. Ein solches Allgemeinwissen zu vermitteln ist - Niveau angemessen - Aufgabe der allgemeinbildenden Schulen. Diese Dokumentation bietet somit dem Lehrer die Möglichkeit zu einer didaktischen Reflexion: Welche fachlichen Inhalte und Voraussetzungen sind zum Verstehen der Informationen erforderlich? Welche Begriffe werden fachsprachlich verwendet, welche umgangssprachlich und bedürfen daher einer Erörterung?

 

·      Ein Blättern in dieser Sammlung mag den Lehrer oder die Lehrerin dazu anregen, die eigene Unterrichtskonzeption zu überdenken: wo sollte man Schwerpunkte setzen, damit der Unterricht eine lebensnahe Hilfe zur Bewältigung von Lebenssituationen bietet, und wo sollte man vielleicht auf abstrakte Theoriebildungen verzichten, die doch nur dem zukünftigen Chemiker .Chemieingenieur oder Chemielaboranten von Nutzen sind.

 

·      Diese Dokumentation bietet in ihrer chronologischen Reihung von Zeitungsberichten eine ergiebige Quelle zum Studium chemie- und umweltrelevanter Ereignisse der jüngsten Geschichte. Sie bietet die Möglichkeit eines ersten Einstieges in entsprechende Themenbereiche, um sich ggf. anschließend fachspezifisch detaillierterer Literatur zuzuwenden.

 

·      Ein Schwerpunkt dieser Dokumentation liegt naturgemäß in der Darstellung der gesamten Umweltproblematik und des Umweltschutzes. Die vorliegenden Materialien eignen sich daher insbesondere für die Arbeit in einem kontextorientierten oder fachübergreifenden Projektunterricht. Insbesondere lassen sich sehr gut gesellschaftspolitische Entwicklungen verfolgen und diskutieren. Daher bietet diese Dokumentation ein unerschöpfliches Quellenmaterial zur Umsetzung der in den Bildungsstandards geforderten sozialen Kompetenzen: Kommunikation und Bewertung.

·      Für den naturwissenschaftlichen Unterricht ergeben sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten:
Beliebt sind Zeitungsberichte als Einstieg und Motivation in eine neue Unterrichtseinheit oder aber zur Verknüpfung von erlerntem Fachwissen mit Erscheinungen oder aktuellen Ereignissen im Umweltgeschehen.
Folgende Arbeitsformen oder Aufgaben für das Unterrichtsgeschehen sind denkbar:  
Selbst einen Artikel für die Heimatzeitung entwerfen; einen Leserbrief schreiben; ein „Stichwort“ wie in einem  Lexikon verfassen, um verwendete Fachbegriffe (z. B. Gentechnik) zu erläutern; Argumente benennen, die vermutlich den Berichterstatter bewogen haben; einen Artikel umschreiben für eine andere Zielgruppe der Leserschaft (vereinfacht oder aber anspruchsvoller für eine gehobene Zielgruppe); Fachbegriffe recherchieren; Benennen von fachlichem Vorwissen, um einen dargestellten Sachverhalt zu verstehen (z.B. Versauerung der Meere durch CO
2 und Schädigung der Korallenriffe); politisch tendenziöse Artikel analysieren; Quellen nachgehen, die zu einer Berichterstattung führten; Artikel verschiedener Zeitungen zu einem Ereignis in ihrer Darstellung und Ausführlichkeit miteinander vergleichen; werden Einzelfälle beschrieben oder aber allgemeingültige Prinzipien oder Regeln; wird der Leser zu einer Verhaltensänderung aufgefordert (Fahrrad anstelle des Autos) u.a.

 

  

·      Mit Hilfe dieser Dokumentation wird ein oft vernachlässigtes Ziel des Chemieunterrichts angestrebt:

 

Informationen  interpretieren !